Mit dem erfolgreichen Abschluss dieses Meilensteins folgt jetzt die Aufbereitung der vergabekonformen Auslobungsunterlagen. Somit kann der Architekturwettbewerb umgehend starten. Dieser Wettbewerb wird in zwei Stufen durchgeführt. Ende November 2022 wird in der zweiten Jurysitzung die Entscheidung für das Siegerprojekt fallen.
„Derzeit laufen viele umfangreiche Vorbereitungen im Hintergrund, die es ermöglichen, dass wir nun mit der Ausschreibung und ersten sichtbaren Umsetzungsmaßnahmen starten können. Unser Bad wird ein 50-Meter-Becken, ein 25-Meter-Lehrbecken sowie ein Freizeitbecken bieten, welche ein attraktives Angebot für Sportler und Familien bieten werden“, erklärt STW-Vorstand DI Erwin Smole.

 

Eigentümer-Vertreter und Bürgermeister Christian Scheider: „Wichtig ist, dass es jetzt vorangeht und die Zeitpläne eingehalten werden, damit es so rasch wie möglich wieder ein Badeangebot für Familien und Sportler in Klagenfurt gibt. Parallel dazu erwarte ich auch eine Lösung für Wellness und Saunagäste. Die Eintrittspreise müssen sich an dem bisherigen Tarifniveau des alten Hallenbades in der Gasometergasse orientieren, damit das Badevergnügen für alle Klagenfurterinnen und Klagenfurter leistbar bleibt.“

 

Beteiligungsreferent und Vizebürgermeister Mag. Philipp Liesnig: „Die Frage nach dem optimalen Standort für das Klagenfurter Hallenbad war wichtig, denn dort wird es für die nächsten Jahrzehnte stehen. Gleichzeitig konnten wir uns mehrere Millionen Euro für ein teures Übergangsbad sparen, das nach kurzer Zeit abgerissen worden wäre. Das neue Hallenbad wird ein leistbares Angebot für unsere Bürgerinnen und Bürger. Als Finanz- und Beteiligungsreferent bedanke ich mich bei allen Mitwirkenden – nur gemeinsam ist ein solches Mammutprojekt möglich.“

 

Sport- und Gesundheitsreferent Mag. Franz Petritz: „Als Sportreferent freut es mich, dass wir jetzt in absehbarer Zeit wieder mit einem belebten Klagenfurter Hallenbad für Sport, gesundheitsfördernde Bewegung und Freizeit rechnen können. Für Kinder und Jugendliche bis hin zu unseren älteren Mitbürgern, ist ein Hallenbad nicht nur ein sportlicher, sondern auch ein sozialer Treffpunkt, daher gilt es rasch wieder ein Angebot für die Klagenfurter zu haben. Alle Beteiligten ziehen an einem Strang, dann geht auch was weiter, wie man sieht.“

 

„Der Gemeinderat hat die Stadtwerke einstimmig damit beauftragt das Projekt Hallenbad umzusetzen. Darauf gilt es sich mit vollem Einsatz zu fokussieren, damit es nicht zu Verzögerungen kommt. Rund um die immer wieder aufkeimende Diskussion über das 50m-Becken muss uns klar sein, dass wir eine riesige Chance für die Zukunft vertun würden, wenn wir es nicht bauen. Für die heimischen Wassersportvereine ist ein 50m-Becken nicht nur für Trainingszwecke unerlässlich. Als Tourismusreferent der Stadt ist es mir ebenfalls wichtig, dass jene Menschen, die, wie beispielsweise für den Ironman, zum Training nach Klagenfurt kommen perfekte Rahmenbedingungen vorfinden. Auf der anderen Seite ist es für jene Kinder, die dort das Schwimmen lernen sollen, notwendig ein einwandfreies Umfeld zu schaffen. Es soll ein Sport- und Familienbad werden, dass war von Beginn an klar“, erklärt Stadtrat Max Habenicht seinen Standpunkt.

Die Eckpfeiler für das neue Klagenfurter Hallenbad sind fixiert. Die weitere Projektabwicklung, welche die Stadtwerke nun als Errichter und Betreiber des Bades am Standort „Südring“ verantworten, ist gestartet. Mit dem Grundstückseigentümer, der katholischen Kirche, sind die Verhandlungen auf Schiene und stehen kurz vor dem Abschluss.

 

Das neue Hallenbad soll in zwei Modulen betrieben werden. Das erste Modul soll mit einem Lehrschwimmbecken (25m x 10m), einem Freizeit- und Therapiebecken sowie einem Planschbecken und damit einem Gesamtangebot zur gesundheitsfördernden Bewegung ausgestattet sein. Das zweite Modul zeichnet sich durch das Sportbecken (50m x 25m) aus. Bei einer Nutzung als 50-Meter-Becken stehen hier 10 Bahnen bzw. bei einer Nutzung als 25-Meter-Becken dann 20 Bahnen zur Verfügung. Ergänzt werden beide Module durch einen Multifunktions- und Gastronomiebereich.

 

Bis Ende Mai 2022 werden alle notwendigen Vorbereitungen für den Start des EU-weiten Architektenwettbewerbs zur Planung des neuen Hallenbades getroffen. Die Präsentation des Siegerprojektes ist mit Ende dieses Jahres geplant. Erst im Anschluss können alle weiteren Schritte, unter anderem die baurechtlichen Verhandlungen und die Ausschreibung sowie Vergabe für der Bauphasen, erfolgen.

 

Um die notwendigen Förderungen, u.a. für die Umsetzung des geplanten 50-Meter-Beckens zu erhalten, wurden bereits intensive Vorabgespräche mit Bund und Land geführt. Das Land Kärnten unterstützt, auch gegenüber der Bundessregierung, die Positionierung als Hallenbad für den Breiten-, Leistungs- und Spitzensport in Kombination mit den entsprechenden Ausbildungsmöglichkeiten. Im Zuge der Planungsphase findet deshalb eine enge Zusammenarbeit mit dem Olympiazentrum Kärnten statt. Dabei ergeben sich viele Möglichkeiten für Kooperationen und Synergien, die vor allem in den Bereichen Training, Regeneration, Ausbildung und Knowhow-Transfer liegen.

 

Externer Partner ist das Grazer Unternehmen Integral Ziviltechniker GmbH, welches den Zuschlag für das Projektmanagement im Zuge einer EU-weiten Ausschreibung erhalten hat. Das Ziviltechnikerbüro zeichnet sich vor allem in seiner Expertise bei der Umsetzung von Groß-Projekten im Bäderbereich, u.a. Bad Eggenberg Graz, Paracelsus Bad Salzburg, Therme Laa an der Thaya, Therme St. Martin, Therme Längenfeld usw. aus.

 

„Als Errichter und Betreiber des neuen Hallenbades ist es unsere Pflicht und Verantwortung für eine rasche Umsetzung zu sorgen. Es wird ein Hallenbad am Standort „Südring“ mit einem 50-Meter-Becken, vorbehaltlich der notwendigen Förderungen, gebaut.“, erklärt DI Erwin Smole, Vorstand der Stadtwerke Klagenfurt AG. „Als Vorstand der Stadtwerke freut es mich, dass die Klagenfurter Bevölkerung in Kürze die ersten konkreten Umsetzungsschritte mitverfolgen kann.“