19.11.2025 Kampfmittelerkundung am Hallenbad-Areal

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Neues Hallenbad Kampfmittelerkundung

Klagenfurt, 19. November 2025 – Seit Anfang November, bis Ende des Jahres wird eine so genannte „Kampfmittelerkundung“ am Areal des „Alpen-Adria Familien- und Sportbades“ durchgeführt.

Was passiert aktuell am Hallenbad-Gelände? Was nach unzähligen Maulwurfhügeln aussieht, ist eine engmaschige Kontrolle des Erdreichs. Über 4.500 – sechs Meter tiefe –Löcher werden gebohrt, um den Untergrund genauestens zu scannen.

Was versteckt sich im Erdreich?
Die Kampfmittelerkundung sieht an er Erdoberfläche unspektakulär aus – die wirklich wichtigen Daten werden im Untergrund erhoben. Alle eineinhalb Meter wird ein sechs Meter tiefes Loch gegraben, darin steckt ein PVC-Rohr und durch dieses Rohr wird eine Sonde in die Tiefe geschickt. Das Ziel: Objekte im Erdreich zu finden, die da eigentlich nicht hingehören – um bei späteren Grabungsarbeiten im Zuge des Bauprozesses keine Überraschungen zu erleben. Zeigt die Sonde eine Ungereimtheit an, stört ein Objekt das entsendete Magnetfeld und es bedarf genauerer Untersuchungen.

Grabungen als Kontrolle
Diese Ungereimtheiten werden per GPS genau markiert und am Ende der Probebohrungen – je nach Wetterlage voraussichtlich Mitte Dezember – vorsichtig ausgegraben. Sind es immer gleich Fliegerbomben oder sonstige Munition? „Nein, das ist dann doch selten!“, sagt Markus Horvath. Er leitet die Grabungsarbeiten am Hallenbad-Areal. „Ein Beispiel: Ein 200 Liter-Ölfass zeigt den gleichen ‚Ausschlag‘ am Scanner an, wie ein fingernagelgroßer Magnet“, erklärt Horvath. „In all den Jahren haben wir schon viele Objekte gefunden, die keine Kriegsrelikte waren – vom Metalleimer bis zum Oldtimer.“

Vom Hallenbad bis zur Tiefsee
Das Unternehmen „Schollenberger“ ist auf genau solche Erkundungen spezialisiert. Bei Großbaustellen werden Erdschichten engmaschig sondiert. „Unser Unternehmen ist europaweit unterwegs – zu Land und zu Wasser. Egal ob hier in Klagenfurt oder auf zukünftigen Windpark-Baustellen am Meeresgrund in der Nordsee“, erklärt Horvath.

Bauvorbereitungen im Jänner
Sobald die Erkundungen des Erdreichs – spätestens gegen Jahresende – abgeschlossen sind, kann mit den weiteren bauvorbereitenden Maßnahmen am Areal begonnen werden.